Ist dein Brot groß genug?

Kein Fleisch am Spieß, Wein in Strömen oder festliche Gelage: das Brot als Hauptnahrungsmittel eines Zeitalters.

Nach welchen Normen es gebacken wurde, wie es gemessen wurde und was es für Strafen für die Bäcker gab, findest du hier!

 

Die Backkunst hat im Mittelalter eine lange Tradition, so war das Brot Hauptnahrungsmittel eines gesamten Jahrtausends. Daher ist es auch nicht überraschend, dass die Herstellung und der Verkauf dieses wichtigen Grundnahrungsmittels streng reglementiert und kontrolliert wurde.

⏰⏰ THEMEN ⏰⏰

0:00 Intro

0:35 Der Freiburger Münster: eine Machtdemonstration

2:22 120 Marias und das jüngste Gericht

3:25 Die Brotmaße: Formen und Größen

4:37 Betrug und Strafen: das Bäckerschubsen

5:14 Brot als Hauptnahrungsmittel: arm und reich

6:01 Brotverkostung 

6:14 Brot in der Buchmalerei: Mittelalterliche Bäckerskunst und der Leib Christi

 

Der Freiburger Münster galt damals nicht nur als ein Symbol der Macht der Stadt, auch wurde in den Wänden des Münsters immer wieder ein Richtmaß für die auf dem Markt verkauften Brote eingeritzt. Diese Richtmaße fielen je nach Jahr und Ernteerträge oder Dürren größer oder kleiner aus. Der Kunde, der auf dem Markt sein Brot gekauft hat, konnte so das Brot mit dem vorgegebenen Maß und Größe vergleichen und herausfinden, ob er betrogen wurde.

Sollten die Brotmaße nicht übereinstimmen und der Kunde wurde betrogen, gab es die Strafe „Bäckerschubsen“. Hier wurde der Bäcker in einen Holzkäfig gesteckt, in den Fluss gehangen, und vorbeilaufende Passanten konnten den Bäcker mit Dreck und Steinen bewerfen. Diese Strafe schien notwendig, um die Qualität dieses wichtigen Nahrungsmittel zu gewährleisten.

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