Wie nachhaltig war das Mittelalter? Nachhaltigkeit Teil 1

Das Mittelalter gilt oft als rückständig und grausam. So ist es auch nicht überraschend, dass es in der Geschichte dieser Epoche den Begriff Nachhaltigkeit gar nicht gab. Aber wie war es wirklich?

Wurde im Mittelalter bereits nachhaltige Forstwirtschaft betrieben? Wie weit musste man gehen, um diesen wichtigen Rohstoff bis in die Ortschaften und Städte bringen zu können? Finde es heraus!

⏰⏰ THEMEN ⏰⏰

0:00 Der Bergriff „Nachhaltigkeit“: Ursprung und Verwendung

1:15 Erstmalige Verwendung des Begriffs in der Forstwirtschaft und historischer Kontext

2:59 Rodung und Abholzung im Mittelalter

3:52 Methodik und Vorgehensweise

4:54 Der Wald als Nährwald: die Bedeutung des Nutzwaldes als vielseitige Quelle der ihn umgebenden Zivilisation

6:00 Holz als die wichtigste Resource

7:56 Der Wald als Gefahr: Wölfe, Zwerge und andere Wesen

9:05 Schutz und Erhaltung der Wälder und Bäume im Mittelalter

10:43 Die Relevanz der Nachhaltigkeit für das Fortbestehen der Zivilbevölkerung

DIE NACHHALTIGKEIT IM MITTELALTER: Wie nachhaltig war das Mittelalter? Gab es diesen Begriff damals überhaupt? Und wenn nicht, wie kam man an die vom Wald benötigten Ressourcen, ohne diesen zu vernichten? Der Ursprung und die erstmalige verwendung des Begriffs wird in diesem Video erläutert.

So war der Wald, hier in erster Linie der sogenannte kultivierte Wald oder Nutzwald, von äusserster Wichtigkeit für die von ihm ungebenen Zivilisationen. Hier war die Bevölkerung nicht nur auf das Holz des Waldes angewiesen, sondern auch auf dessen Wildbestand, Früchte, Gräser und Wurzeln, um ein Fortbestehen der Gemeinschaft zu gewährleisten.

Mit dem Zuwachs der Bevölkerung in der Nachkriegszeit des 30-jährigen Krieges und dem wachsenden Holzbedarf in der sogenannten kleinen Eiszeit, kam es bald zu Problemen mit der Rodung der umliegenden Wälder und dem Transport der Ressourcen über immer weitere Strecken. Von daher wurden Normen und Gesetze eingeführt, um den Fortbestand der Nutzwälder für den damit einhergehenden Forbestand der Zivilbevölkerung zu sichern und ein Gleichgewicht des Nehmens und Erhaltens zu garantieren.

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